Auf dem Berg
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Der Ausdruck auf dem Berg ist nach Rudolf Steiner ein okkulter Hinweis auf die geistige Erkennnisstufe der Inspiration. Tatsächlich ist die Inspiration in der Höhenluft der Berge leichter als anderswo zu vernehmen.
"Auf dem Berge, bei der verdünnten Luft, bei dem andersartigen Verhältnis der Verteilung von Sauerstoff und Stickstoff ist das hellsichtige Bewußtsein mehr dafür gestimmt, Inspirationen durchzumachen, Neues an hellseherischen Kräften entstehen zu lassen. Daher ist der Ausdruck «den Berg hinansteigen» nicht bloß symbolisch gemeint, sondern die Bergverhältnisse begünstigen die Möglichkeit, neue okkulte Kräfte in sich auszubilden." (Lit.: GA 139, S 151)
Die Stimme der Inspiration kann nur fernab der äußeren Welt im intimen Inneren der eigenen Seele gehört werden.
"Im Neuen Testament wird der Ausdruck «auf dem Berge» verschiedene Male gebraucht. «Auf dem Berge» heißt: Im Mysterium, im Inneren, im Intimen. – Auch die Bergpredigt ist nicht als eine Volkspredigt aufzufassen, sondern als eine Belehrung der Jünger im Intimen. Die Verklärung auf dem Berge hat man auch in diesem Sinne zu verstehen." (Lit.: GA 93a, S 63)
Siehe auch
Literatur
- Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987)
- Rudolf Steiner: Das Markus-Evangelium, GA 139 (1985)
| Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Die Volltextsuche im schriftlichen Gesamtwerk ist derzeit leider nicht verfügbar. Ein sehr hilfreiches Werkzeug zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk ist Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners. |


