Das rosa Südfenster des ersten Goetheanums

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Das rosa Südfenster des ersten Goetheanums, das die Erlebnisse zeigt, die die Seele durchlebt, wenn sich das Äthersehen auf die kosmische Welt richtet.
Das rosa Südfenster des ersten Goetheanums, das die Erlebnisse zeigt, die die Seele durchlebt, wenn sich das Äthersehen auf die kosmische Welt richtet.

Das rosa Südfenster des ersten Goetheanums zeigt, was die Seele durchlebt, wenn sich das neue Äthersehen nun nach außen auf die kosmische Welt richtet.

Das linke Seitenfenster ist scharf geteilt in eine helle Hälfte links und in eine dunkle rechts, die zugleich als felsige Struktur die feste Erde repräsentiert. Auf einem Felsenvorsprung ruht etwa in der Mitte des Bildes eine menschliche Gestalt, die ihren Blick abwärts wendet, wo in den Erdentiefen drei riesige auf dem Kopf stehende Totenschädel übereinander geschlichtet sind. Sie repräsentieren die irdisch-kosmische Welt.

Im hellen Seitenteil links sieht man den Westeingang des ersten Goetheanums und darüber vier inspirierende Geistwesen im Profil. Diese ätherische Seite wird vom Menschen zunächst noch nicht wachend erlebt wie die physisch-sinnliche Welt, sondern wird zunächst nur in den Schlaferlebnissen unterbewusst erfahren. „Die Schwelle verhüllt sich“ hat Rudolf Steiner darum über die Motive des linken Seitenfensters geschrieben.

„Die Schwelle offenbart sich“ schrieb Steiner über die Bildmotive des rechten Seitenfensters. Hier ist der Mensch zur ätherischen Schau des Kosmos erwacht. Er ist aufgestanden und wendet seinen geistigen Blick nach oben. Die Westfront des Goetheanums hat sich zu einem wesenhaften ätherischen Antlitz verwandelt das von der Sonne bestrahlt und durchleuchtet wird. Die rechte Seite, die die physische Welt repräsentiert, ist nun ganz durchlichtet. Aus den drei Totenschädeln sind drei inspirierende Geister geworden, die aus dem irdischen Bereich heraus wirken. Unter ihnen ist die Mondensichel zu sehen. Diese inspirierenden Erdenkräfte tragen und stützen den Menschen, dessen Blick nun ganz auf die Ätherwelt gerichtet ist.

Die beiden äußeren Fenster stehen in einem spiegelbildlichen Verhältnis zueinander. Das mittlere Fenster trägt diese Spiegelung in sich selbst. Der Mensch ruht in Meditation versunken in einem Stuhl. Sich gegenüber erlebt er sein kosmisches Spiegelbild, dessen Antlitz von der Sonne bestrahlt wird. Die ätherische Menschengestalt erscheint wie eine riesige Mondensichel, die das Sonnenlicht zurückwirft. Der Ätherleib ist nun selbst zum lebendigen Spiegelungsorgan geworden. Am Hinterhaupt ist noch eine kleine Mondensichel zu sehen, die ihr Gegenbild in dem Totenkopf links unten hat. Der Totenkopf steht für den physischen Leib des Menschen, aus dem sich dieser aber durch die Meditation herausgehoben hat. Über dem ganzen Bild wölben sich die Sterne.

Siehe auch

Literatur

  1. Georg Hartmann: Goetheanum-Glasfenster, Verlag Am Goetheanum, Dornach 2002, ISBN 3-7235-0049-8
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