Erde (Planet)

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Die Erde wird auch als Kosmos der Liebe bezeichnet, denn ihre geistige Mission ist es, die Liebe in die Welt zu bringen. Sie bedarf dazu des Menschen, der hier sein eigenständiges Ich entwickelt, denn Träger der Liebe kann nur ein Wesen sein, dass sich aus freiem Willen selbst zu verschenken vermag.

Die gesamte Erdentwicklung steht unter der Herrschaft der Geister der Form, der Elohim, von denen im Schöpfungsbericht der Genesis gesprochen wird.

Damit die Erde ihre Mission erfüllen kann, war eine lange Vorbereitung nötig. Die Erde hat im Zuge der planetarischen Weltentwicklungsstufen bereits drei frühere Verkörperungen durchgemacht, ehe sie in ihrer heutigen Form in das äußere Dasein getreten ist. Diese früheren Verkörperungen der Erde, die nicht mit den gleichnamigen gegenwärtigen Himmelskörpern verwechselt werden dürfen, werden nach anthroposophischer Terminologie bezeichnet als: Saturn, Sonne und Mond.

Zu Beginn der Erdentwicklung wurden diese alten planetarischen Zustände in abgekürzter Form wiederholt. Zwischen den einzelnen Wiederholungen zog sich die Erde immer wieder aus der äußeren physischen Erscheinung zunächst in ein seelisches und dann in ein rein geistiges Dasein, ein sog. kleines Pralaya, zurück. Nach und nach wurde so die heutige Gestalt unseres Planetensystems herausgebildet:

  • In der 1. Runde des Erdendaseins wiederholte sich der alte Saturnzustand. Der physische Leib und die darin damals bereits veranlagten Sinnesorgane wurden dadurch reif für die Aufnahme des Ich gemacht. In dieser Zeit spalteten sich zunächst Uranus und dann der heutige Saturn von dem ursprünglich einheitlichen Himmelskörper ab.
  • In der 2. Runde wurde das alte Sonnendasein wiederholt und dadurch der Ätherleib und im physischen Leib die Drüsenorgane für die Ich-Entwicklung vorbeitet. Damals entstand der heutige Jupiter als eigenständiger Planet.
  • In der 3. Runde wiederholte sich der frühere Mondenzustand, um den Astralleib und das Nervensystem auf die Durchdringung mit der Ich-Kraft vorzubereiten. Der Mars wurde damals aus dem Gebilde, in dem noch Sonne, Mond und Erde vereinigt waren, ausgeschieden.
  • Erst in der 4. Runde, als die Erde aus dem Pralaya wieder in die physische Erscheinung getreten war, begann die eigentliche Erdentwicklung im engeren Sinn. Sie entfaltet sich in sieben Hauptzeitaltern oder Wurzelrassen. Im ersten Hauptzeitalter, der polarischen Zeit, waren alle Kräfte wieder in einem einzigen Himmelskörper vereinigt. Erst in der nächsten Epoche, der hyperboräischen Zeit, löste sich die Sonne aus dem gemeinsamen Gebilde heraus und dann auch Venus und Merkur. Etwa hier, wo sich Sonne und Erde voneinander trennten, setzen die Schilderungen der biblischen Schöpfungsgeschichte ein. Die Erde blieb vorerst noch mit dem Mond vereint. Erst als sich in der darauf folgenden lemurischen Zeit auch noch der Mond aus der Erde herauslöste, begann sich das Mineralreich (das gläserne Meer in der Bildersprache der Apokalypse) in Form der ersten Kristalle herauszubilden; bis dahin war die Erde noch in einem feuerflüssigen Zustand. Zu dieser Zeit betrat auch der Mensch erstmals in physischer Gestalt die Erde. Es folgte die atlantische Zeit und schließlich die nachatlantische Zeit, in der wir gegenwärtig immer noch stehen. Zwei weitere Wurzelrassen werden der unsern noch folgen, ehe sich die Erde wieder ins Pralaya zurückzieht.
  • Es werden im Zuge der Erdentwicklung noch drei weitere Runden durchgemacht werden, in denen künftige Entwicklungszustände der Erde in gewissem Sinn andeutungsweise vorausgenommen werden.

Wie alle Himmelskörper ist auch die Erde in Wahrheit nicht nur jener physische Körper, den wir mit den Sinnen wahrnehmen, sondern ein lebendiges, beseeltes geistiges Wesen. Sie hat einen Ätherleib und einen Astralleib, die hellsichtig in der Aura der Erde gesehen werden können und deren äußerer Ausdruck in der Natur die Pflanzen und Tiere sind. Die Erde verfügt auch wie der einzelne Mensch über ein Ich, das der Geist der Erde ist. Mit dem Mysterium von Golgatha veränderte sich die Erdenaura schlagartig und der Christus wurde der Geist der Erde und die ganze Erde ist nun sein äußerer Leib. Darum sind die Worte des Johannes-Evangeliums wörtlich zu nehmen:

«Der mein Brot ißt, tritt mich mit Füßen.» Joh 13,18

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