Gnade

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Der göttlichen Gnade (lat. gratia, griech. charis) wird die Menschheit durch die freiwillige und bedingungslose Zuwendung des Christus teilhaftig, der sich durch das Mysterium von Golgatha mit der Erd- und Menschheitsentwicklung verbunden und dadurch die "Sünden der Welt", d.h. die dem Weltenkarma eingeschriebenen objektiven Folgen unserer Sünden, auf sich genommen hat. Durch den übermenschlichen Einfluss Luzifers wurde die Menschheit in den Sündenfall getrieben und dadurch mit der Erbsünde beladen. Das kann nur durch die ebenfalls übermenschliche Tat des Christus ausgeglichen werden. Die dadurch geschehene Sündenvergebung und die damit verbundene Erlösung durch den Christus enthebt den Menschen allerdings nicht davon, sein individuelles Karma, also die subjektiven Folgen seiner Sünden, im Laufe seiner wiederholten Erdenleben selbst tilgen.

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