Jordan-Taufe

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Mit der Jordan-Taufe zog der Christus in die aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib bestehende dreifache irdische Hülle des Jesus von Nazareth ein, um von da an für drei Jahre auf Erden zu leben. Der Christus, das Göttliche Schöpfungswort (Honover nach der persischen Überlieferung) ist die selbe Wesenheit, von der es im Alten Testament heißt: "Und der Geist Gottes brütete über den Wassern." (1 Moses 1,2). Bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr hatte sich der salomonische Jesus auf diese Opfertat vorbereitet, mit der er seine Leibeshüllen an den Christus hingab. Der imaginativen Schau zeigt sich das Geistige des Jesus, das sich vom Leib löst, in Form der weißen Taube. Der Christus verband sich mir der Jordantaufe inniger mit den Leibeshüllen, als das jemals zuvor für ein Menschen möglich gewesen war. Die Inkarnation ging so weit, dass der Christus die bewusste Herrschaft über alle Leibeshüllen bis hinein in die inneren Vorgänge des Knochensystems gewinnen konnte. Das war zuvor selbst den höchsten Eingeweihten nicht möglich gewesen. Damit waren die Voraussetzungen gegeben, durch die der Christus für sich und die ganze Menschheit den Tod überwinden konnte, denn die Form des Knochensystems besiegt den Tod im physischen Sinn, wenn sie bewusst ergriffen wird. Diese Tatsache ist von höchster Bedeutung für die ganze Erdentwicklung: Der Mensch hat sich die Form des Knochensystems, die letztlich seine ganze menschliche Gestalt bestimmt, erst auf Erden erworben, nicht auf den früheren planetarischen Weltentwicklungsstufen, aber er würde sie aufgrund der zerstörerischen Nachwirkungen des Sündenfalls wieder verlieren, wäre nicht der Christus in einen menschlichen Leib herabgestiegen. Der Mensch würde nichts als Frucht der Erdenentwicklung in die Zukunft mitnehmen können, hätte der Christus nicht das Knochensystem von innen her ergriffen und damit der Formgestalt des Menschen, dem Phantom, seine heileinde Kräfte zugeführt.

Mit der Jordan-Taufe, als sich die unendliche Fülle des kosmischen Christus in die irdische Leibeshülle des Jesus herabsenkte, konnte das nicht ohne Wirkungen in der Umgebung des Jesus bleiben. Die erste und unmittelbarste Wirkung war, dass die Mutter des Jesus in gewissem Sinn in ihrer inneren Organisation wieder jungfräulich wurde. (Lit.: GA 112, S 178ff.)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien, besonders zu dem Lukas Evangelium, GA 112 (1984), Kassel, 3. Juli 1909
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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