Okkulte Reihenfolge der Planeten

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Die okkulte Reihenfolge der Planeten (Mond – Merkur – Venus – Sonne – Mars – Jupiter - Saturn) folgt dem antiken geozentrischen Ptolemäischen System, bei der die Planeten Merkur und Venus in der Reihung gegenüber den heutigen Darstellungen nach dem heliozentrischen System vertauscht sind. Rudolf Steiner hat auch auf diese Vertauschung der Reihenfolge von Merkur und Venus mehrmals sehr hingewiesen. Die okkulte Reihenfolge der Planeten ist die Grundlage für die sogenannte Chaldäische Reihe, an der sich noch heute die Anordnung unserer Wochentage orientiert.

Es liegt dem okkulten System nicht die äußere lineare Anordnung der Planeten nach wachsender Distanz von der Erde bzw. von der Sonne zugrunde, die in der Antike auch noch nicht mit genügender Genauigkeit bestimmt werden konnte, sondern man orientierte sich an den Planetenrhythmen. Ordnet man die Planeten nach ihren siderischen Umlaufzeiten (das ist die Zeit, nach der der Planet wieder für die visuelle Beobachtung in der Nähe der selben Fixsterne steht), so ergibt sich die okkulte Reihung: Mond (27,3 Tage) – Merkur (88 Tage) – Venus (224,7 Tage) – Sonne (365,25 Tage = 1 Jahr) – Mars (687 Tage) – Jupiter (4332.6 Tage = ca. 12 Jahre) – Saturn (10759.2 Tage = ca. 30 Jahre).

Dass die okkulte Reihenfolge gerechtfertigt ist, zeigt sich an den Wirkungen der Planetenrhythmen im Menschenwesen und in der Natur. So hängt die Zahl der Blätter der Lotosblumen, die Organe des menschlichen Astralleibs sind, sehr deutlich mit planetarischen Rhythmen zusammen. Im Wurzelchakra zeigen sich die 4 Mondphasen, im darüber liegenden Sakralchakra die drei oberen und die drei unteren Konjunktionen des Merkur (Merkur-Hexagramm) und dem Nabelchakra liegt das Venus-Pentagramm zugrunde. Die selben Planetenkräfte wirken auch bei der Gestaltung äußerer Blütenformen mit: Merkur bei den sechsstrahligen Blüten (Liliengewächse) und Venus bei den fünfstrahligen Blüten (Rosengewächse).

Vergleicht man die okkulte Reihung der Planeten mit den planetarischen Rhythmen, so erkennt man, dass zwar die Reihenfolge der Planeten vertauscht ist, dass aber dennoch dem Merkur im okkulten Sinn genau der Planet entspricht, der auch heute als Merkur bezeichnet wird, und gleiches gilt dann natürlich auch für die Venus, sonst müsste man von einem Merkur-Pentagramm und einem Venus-Hexagramm sprechen, was aber offenbar falsch ist. Die Planeten selbst sind also nicht vertauscht!

Obwohl Rudolf Steiner darauf nicht gesondert hingewiesen hat, ergibt sich somit, dass die Planetensphären primär als rhythmisch geordnete Zeiträume und erst sekundär als äußere räumliche Gebiete aufzufassen sind, was aber auch einer geistig orientierten Betrachtung angemessener erscheint.

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