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Osiris Statue, Ägyptischen Museum, Kairo
Osiris (übersetzt etwa: „Sitz des Auges”), der wie Isis zur Götter-Neunheit von Heliopolis zählt, ist der ägyptische Gott des Jenseits, der Wiedergeburt und der Toten, aber auch der Gott der Vegetation, der schwellenden Nilflut und der Fruchtbarkeit. Sein Hauptkultort war Abydos, wo damals alljährlich in jedem vierten Monat ihm geweihte Mysterienspiele augeführt wurden. Zusammen mit Isis und Horus bidet er die Trias von Abydos. Der Osirismythos gilt als einer der wichtigsten Mythen der ägyptischen Religion. In der Osiris-Gestalt der klassischen Epoche sind verschiedene Lokalgötter der Frühzeit verschmolzen worden.
Osiris wird in menschlicher Gestalt dargestellt, meist mit grüner Hautfarbe, mit Atefkrone aus Pflanzenstängeln und Straußenfedern, und trägt meist einen weißen langen Anzug mit rotem Gürtel. Eine Anlehnung an seine Gestalt, die er im zweiten Leben annahm, nachdem Anubis seinen zerstückelten Körper zusammenfügte und mumifizierte. Durch seine spätere Rolle als Herrscher des Jenseits wird er auch mit den Königsinsignien, Krummstab (Symbol des guten Hirten) und Dreschflegel (Symbol der Fruchtbarkeit), ausgestattet und dargestellt.