Planetenmetalle
Aus AnthroWiki
Die sieben Planetenmetalle sind jene Metalle, die nach altem okkultem Wissen den 7 mit bloßem Auge sichtbaren Planeten zugeordnet wurden, wobei auch Sonne und Mond als Wandelsterne angesehen wurden. Die Planetenmetalle spiegeln charakteristische Eigenschaften der jeweiligen Planetengottheit wider; so das Waffenmetall Eisen den Kriegsgott Mars oder das warm rötlich getönte Kupfer die Liebes- und Schönheitsgöttin Venus. Geordnet nach der okkulten Reihenfolge der Planeten bestehen folgende Zusammenhänge:
| Planet | Metall |
|---|---|
| Mond | Silber |
| Merkur | Quecksilber |
| Venus | Kupfer |
| Sonne | Gold |
| Mars | Eisen |
| Jupiter | Zinn |
| Saturn | Blei |
Die sieben Planetenmetallen haben urbildhaften Charakter und alle anderen Metalle lassen sich als Modifikationen bzw. Kombinationen dieser sieben archetypischen Metallitäten begreifen. Die Planetenmetalle waren bis in die frühe Neuzeit wichtiger Bestandteil alchemistischer und astrologischer Lehren. Auch in den darauf gegründeten Arbeiten des Paracelsus spielen sie eine wesentliche Rolle und nach den Anregungen Rudolf Steiners werden sie gegenwärtig, homöopathisch dosiert, in der anthroposophischen Medizin verwendet. In siebentägigen "Metallkuren" wird dabei u.a. die Verbindung zwischen den Planetengottheiten und den diesen zugeordneten Wochentagen hergestellt.
"Die gesamte Metallität der Erde, die gesamten Metalle sind nicht aus irgendwelchen Kräften aus dem Erdinneren heraus im wesentlichen gebildet, sondern sie werden wirklich vom Kosmos herein in die Erde eingesetzt. Wir können nun diese Kräfte, die da durch den Äther wirken – nicht etwa von den Planeten aus, da würden sie wiederum zentral wirken, die Planeten sind gerade dazu da, um sie zu modifizieren, die Planetensphäre ist es –, diese Kräfte können wir die Bildungskräfte nennen, die von außen her wirkenden Bildungskräfte. Ihnen stehen diejenigen Kräfte entgegen, welche beim Menschen und in der Erde diese Bildungskräfte aufnehmen und befestigen, sie gewissermaßen um einen Mittelpunkt herum versammeln, so daß eben die Erde entstehen kann". (Lit.: GA 313, S 155f)
Literatur
- Wilhelm Pelikan: Sieben Metalle. Vom Wirken des Metallwesens in Kosmos, Erde und Mensch., 5. Aufl., Verlag am Goetheanum, Dornach 1996, ISBN 372350955X
- Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie, GA 313 (2001)
| Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Die Volltextsuche im schriftlichen Gesamtwerk ist derzeit leider nicht verfügbar. Ein sehr hilfreiches Werkzeug zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk ist Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners. |

