Shiva
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Shiva (skrt., शिव, Tamil, சிவன், wörtl. der Gütige, der Gnädige oder auch einfach der Freund) ist Teil der Trimurti, der hinduistischen Trinität. Neben Brahma, dem Schöpfer, und Vishnu, dem Erhalter, erscheint Shiva als der Zerstörer. Seine häufig gebrauchten Beinamen sind Shankar, Mahadeva (skrt. Großer Gott) und Nataraja (skrt. König der Tänzer). Shiva ist kein Gott der Ruhe und Kontemplation, sondern der Meister der Ekstase. Oft wird er als tanzender Gott dargestellt. Sein Tanz symbolisiert den Kreislauf der Zeiten und wenn er sich zur ekstatischen Raserei steigert, offenbart sich Shiva als Zerstörer, garantiert aber gerade dadurch, dass die Schöpfung nicht im fertig geschaffenen Sein erstickt, sondern dass das Geschaffene auch immer wieder aufgelöst wird und so den Raum für einen neuen schöpferischen Einschlag frei gibt. So erweist er sich zuletzt als der gütige Freund, der den Schöpfungsvorgang immer wieder neu belebt.
Rudolf Steiner weist darauf hin, dass Shiva in Wahrheit Luzifer ist, und zwar in jener Gestalt, in der er noch nicht durch den Christus, dem Vishnu entspricht, besiegt worden ist. (Lit.: GA 137, S 183ff)
Literatur
- Rudolf Steiner: Die Wissenschaft vom Werden des Menschen, GA 183 (1990)
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