Werden
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Der Begriff des Werdens steht im Gegensatz zu dem des Gewordenen. Ersterer bezieht sich primär auf die lebendige Welt des Ätherischen, letzterer auf die physische Welt, die das Insgesamt des Gewordenen darstellt. Um einen wirklichkeitsgemäßen Begriff des Werdens zu fassen, genügt es nicht, Veränderungen des Gewordenen aus dem gesetzmäßigen Zusammenwirken von Teilelementen des Gewordenen abzuleiten. Damit kommt man aus dem Bereich des Gewordenen nicht heraus; das Gewordene bleibt ein Gewordenes, auch wenn es sich im Zeitenlauf gesetzmäßig verändert. Erst dort, wo etwas in den Bereich des Gewordenen hereintritt, das zuvor nicht vorhanden war und auch nicht aus dem Vorhandenen abgeleitet werden kann, beginnt das lebendige Werden. Das Ätherische, das die Quelle des Werdens ist, erscheint aber aus der Sicht des Physischen als Nichts, als etwas nicht Vorhandenes, nicht Daseiendes. Der Begriff des Werdens leitet zu dem der Schöpfung aus dem Nichts über, allerdings noch nicht im absoluten Sinn. Schreitet man nämlich vom Ätherischen weiter zum Astralischen, so erscheint das Ätherische, allerdings nun in einem höheren und lebendigeren Sinn, ebenfalls wieder als etwas Gewordenes. Ähnlich ist es, wenn man vom Astralischen zum Geistigen vordringt; dann erscheint selbst das Astralische als etwas Geschaffenes. Erst im Geistigen selbst hat man die wahre Quelle alles Werdens. Das Geistige entsteht aus nichts anderem, als aus sich selbst. Erst im Geistigen haben wir es mit einem reinen Schaffen zu tun, das auf kein Geschaffenes mehr zurückgreift. Hier erst verwirklicht sich die Schöpfung aus dem Nichts im absoluten Sinn.


